In den letzten 20 Jahren wurden zahlreiche minimalinvasive Behandlungsalternativen zur transurethralen Resektion der Prostata (TUR-P) entwickelt. Unterschieden werden primär ablative und sekundär ablative Verfahren. Primär ablative Verfahren verwenden Hitze zur direkten Vaporisation oder Resektion. Sekundär ablative Verfahren erzeugen eine Kagulationsnekrose, die später abgebaut wird.
Die Symptomenlinderung ist das primäre Ziel jeder Therapie beim benignen Prostatasyndrom (BPS) und ist bei allen Verfahren vergleichbar mit der TUR-P. Mit Ausnahme der hochenergetischen transurethralen Mikrowellen-Thermotherapie
(Hochenergie-TUMT) sind die Behandlungsergebnisse bei
allen Verfahren von den Fähigkeiten des Anwenders (=Operateur) abhängig. Besonders sekundär ablative Verfahren, mit Ausnahme der Hochenergie-TUMT mit Temperaturfeedback,erfordern im Vergleich zur TUR-P in der Langzeitbeobachtung häufiger medikamentöse oder operative Re-Interventionen und gelten daher als weniger effektiv.
Minimalinvasive Behandlungsalternativen zur TUR-P können daher für einen breiten Indikationsbereich empfohlen werden. Ein klarer Vorteil besteht bei Hochrisikogruppen.
Dtsch Arztebl 2007; 104(37): A 2501–10